Home NachrichtenBitcoin VAE: 454-Millionen-$-Bitcoin-Reserve aus Wüsten-Mining und ETF-Power

VAE: 454-Millionen-$-Bitcoin-Reserve aus Wüsten-Mining und ETF-Power

by muhammed
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Die Vereinigten Arabischen Emirate bauen eine Bitcoin-Reserve auf – und das ganz anders als die meisten Regierungen. Statt Coins aus Beschlagnahmen zu erhalten, stammt der Bericht zufolge der Lagerbestand der VAE aus dem Mining. Berichten von Arkham zufolge befinden sich in Wallets, die mit der Royal Group der VAE verknüpft sind, 6.782 BTC, und der Großteil lagert dort seit Monaten unverändert. Bei einem aktuellen Bitcoin-Preis von etwa 67.041 USD ist der Bestand rund 454,7 Millionen USD wert – nahe der früheren Schätzung und weiterhin eine der größten staatlichen On-Chain-Positionen.

Arkham schätzt, dass die Mining-Operation zudem etwa 344 Millionen USD an unrealisierten Gewinnen erzielt – ohne Berücksichtigung von Strom- und Betriebskosten. Das zeigt, wie eine Mining-Strategie eine Bitcoin-Reserve aufbauen kann, ohne bei jedem Preisanstieg am freien Markt kaufen zu müssen. Liegen die Produktionskosten unter dem Marktpreis, wächst die Reserve mit geringerem direkten Markteinfluss. Sinkt der Bitcoin-Preis, kann der Gewinn jedoch ebenso schnell schrumpfen, da es sich bis zum Verkauf lediglich um einen Buchgewinn handelt.

Warum die Geschichte Aufmerksamkeit erregt? Die mit Arkham verbundenen Berichte zufolge produzierten die VAE-zugehörigen Wallets in der vergangenen Woche etwa 4,2 BTC pro Tag – ein Hinweis auf eine große, aktiv laufende Mining-Infrastruktur, nicht auf ein einmaliges Depot. Das passt zur langfristigen Strategie der VAE, sich als Digital-Asset-Hub zu etablieren, bei dem es nicht nur um den Handel, sondern auch um die dahinterliegende Infrastruktur geht.

Die Infrastruktur-Initiative reicht mehrere Jahre zurück. 2023 kündigten Marathon Digital und das in Abu Dhabi ansässige Unternehmen Zero Two ein Joint Venture an, um zwei auf Immersionskühlung basierende Mining-Farmen mit einer kombinierten Kapazität von 250 Megawatt in Abu Dhabi aufzubauen. Marathon erklärte, die Anlagen würden dank Immersionskühlung die Wüstenhitze bewältigen und die Mining-Effizienz steigern. Die Mining-Kapazität generiert den Fluss neu geschöpfter Bitcoin – und wenn der Betreiber den Großteil selbst behält, wächst die Reserve.

Parallel dazu betritt Abu Dhabi über die Kapitalmärkte einen zweiten Pfad in Richtung Bitcoin. Laut aktueller 13F-Berichterstattung erhöhte Mubadala seinen Anteil am BlackRock-IBIT-ETF per Ende 2025 auf 12.702.323 Aktien, auch Al Warda Investments stockte ihren Bestand auf 8.218.712 Aktien auf. Gemeinsam kommen die beiden Positionen auf knapp 21 Millionen IBIT-Anteile. Bei einem aktuellen IBIT-Preis von 38,07 USD beläuft sich der Wert beider Pakete auf etwa 796,5 Millionen USD – niedriger als zum Jahresende, da IBIT dem Bitcoin-Preis folgt, aber dennoch auf beachtliche ETF-Exposition hinaus.

Beide Wege ergänzen sich: Mining verschafft den VAE eine direkte Bitcoin-Reserve, IBIT bietet Abu-Dhabi-Organisationen ein einfaches marktnotiertes Instrument für traditionelle Portfolios. Der eine Pfad ist industriell und on-chain, der andere finanziell und börsengehandelt. Beide erhöhen die Bitcoin-Allokation – mit unterschiedlichen Werkzeugen und Risikoprofilen.

Das aktuelle Kursverhalten zeigt, warum die Geschichte jetzt wichtig ist. Bitcoin notiert bei etwa 67.041 USD mit einer Intraday-Spanne von 65.683 bis 68.241 USD – ein volatiler, aber über der 65.000-Marke stabilisierter Markt. Das Volumen bleibt hoch: CoinGecko verzeichnet rund 40 Milliarden USD 24-Stunden-Handelsvolumen, ein Plus gegenüber dem Vortag. Wenn der Kurs eine Schlüsselzone hält und das Volumen erhöht ist, bleibt die Marktteilnahme aktiv; Miner und ETF-Inhaber wissen, dass Kurs plus Volumen sowohl Stimmung als auch Liquidität bestimmen.

Die VAE-Story besticht, weil Produktion, Lagerung und Marktzugang an einem Ort zusammenkommen: Mining baut die Reserve, Holding verzögert Verkaufsdruck, ETF-Käufe erhöhen die Gesamt-Exposition. In einem Umfeld, in dem viele Staaten Bitcoin nur durch Gerichtsverfahren halten, wirkt das Modell der VAE wie eine durchdachte Strategie. Bleibt Bitcoin stabil und die Schürflast konstant, könnte sich die Bitcoin-Reserve der VAE auch ohne große Spot-Käufe weiter vergrößern.

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