Home NachrichtenBitcoin X bringt Smart Cashtags: Kaufen und verkaufen direkt im Social Feed – in zwei Wochen live

X bringt Smart Cashtags: Kaufen und verkaufen direkt im Social Feed – in zwei Wochen live

by muhammed
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X bereitet sich darauf vor, soziale Beiträge mit dem Handel zu vermischen. Am 14. Februar 2026 sagte Nikita Bier, Leiter Produkt bei X, die Plattform werde „in ein paar Wochen“ Smart Cashtags starten, mit denen Nutzer direkt im Timeline-Ablauf Aktien und Krypto handeln können.

Smart Cashtags sollen dafür sorgen, dass Ticker auf X mehr tun als nur zu Gesprächen zu verlinken. Mit Smart Cashtags wird ein Tag wie $BTC oder $NVDA zu einem Tool, auf das man tippt, um zu handeln. Smart Cashtags sollen Echtzeitpreise, einfache Kursdiagramme und einen Feed mit Beiträgen zeigen, die dieses Asset erwähnen. In frühen Konzeptbildern wurden Smart Cashtags außerdem mit „Kaufen“- und „Verkaufen“-Buttons in derselben Ansicht gezeigt, was auf In-App-Trading hindeutet, statt Nutzer woanders hinzuschicken.

Biers Kommentare fielen in einen öffentlichen Streit zwischen X und Teilen der Krypto-Community. Einige Nutzer werfen X vor, Krypto-Apps zu blockieren, während nicht genug native Krypto-Features hinzukommen. Bier antwortete, er wolle, dass Krypto auf X wachse, aber nicht ein Wachstum, das von Spam, Raids und Belästigung kommt. Er sagte, einige Apps schaffen Anreize, zufällige Nutzer anzugreifen, und das schade der Erfahrung von Millionen. In demselben Thread band er die kurzfristige Produktplanung an Smart Cashtags und sagte, X werde Regeln, die Spam-Anreize bekämpfen, weiter verschärfen.

Das markiert eine klare Spaltung in Xs Strategie. Auf der einen Seite dringen Smart Cashtags X tiefer ins Fintech vor, indem Aktien- und Krypto-Trading direkt in den Feed kommt. Auf der anderen Seite versucht X, „Post-to-earn“-Verhalten zu reduzieren, das die Timeline in ein Geldverdienen verwandelt. Die große Idee: Smart Cashtags können einen sauberen Weg fürs Trading bieten, ohne Leute zu belohnen, die Antworten fluten, Fremde taggen oder koordinierte Belästigungen starten, um Gebühren zu farmen.

Der Spam-Kampf ist wichtig, weil er damit verknüpft ist, wie Trading-Features missbraucht werden könnten. Wenn Smart Cashtags es einfach machen, zu handeln, was man sieht, dann haben böse Akteure einen größeren Grund, falschen Hype zu erzeugen. Deshalb koppelt X Smart Cashtags an strengere API-Regeln und Durchsetzung. Im Januar ging X auch gegen InfoFi-ähnliche Apps vor, die Nutzer fürs Posten bezahlten, nachdem Berichte über massiven KI-generierten Spam im Zusammenhang mit diesen Tools aufkamen. Mehrere mit diesen Projekten verbundene Tokens fielen nach dem Crackdown, was zeigt, wie schnell Marktstimmung umschlagen kann, wenn eine große Plattform Reichweite kürzt.

Smart Cashtags passen auch zu Elon Musks „Everything-App“-Plan, bei der eine App Chat, Medien und Geld übernimmt. Trading innerhalb eines Social Feeds ist ein großer Schritt in diese Richtung, bringt aber auch juristische und Compliance-Arbeit mit sich. Geld-Dienste in den USA brauchen oft staatliche Lizenzen fürs Geldübermitteln, und Berichten zufolge baut X diese Basis seit Monaten mit Geldübermittlungslizenzen in vielen Staaten auf. Dieses Fundament stützt Features wie Zahlungen, Überweisungen und andere Finanztools, die neben Smart Cashtags stehen könnten.

Wenn Smart Cashtags wie beschrieben ankommen, könnte sich die Nutzererfahrung einfach anfühlen: man sieht einen Beitrag, tippt auf das Smart-Cashtags-Label, prüft den Preis und handelt. Diese kurze Schleife könnte mehr Retail-Trader in Krypto und Aktien ziehen, weil sie Schritte entfernt. Smart Cashtags könnten auch verändern, wie Marktnachrichten sich auf X verbreiten, weil Kursbewegungen und virale Beiträge näher beieinander liegen. In diesem Sinn sind Smart Cashtags nicht nur ein Feature. Smart Cashtags sind ein neuer Weg, Aufmerksamkeit mit Aktion zu verbinden.

Dennoch werden Smart Cashtags ab Tag eins Vertrauensfragen bekommen. Nutzer wollen wissen, wer die Trades ausführt, woher die Preise kommen, welche Gebühren anfallen und welche Schutzvorkehrungen existieren, wenn Betrügereien kursieren. Smart Cashtags werfen auch Sorgen über Marktmanipulation und „Pump“-Verhalten auf, weil soziale Netzwerke Stimmungen schnell bewegen können. Smart Cashtags mögen starke Nachfrage von Enthusiasten bringen, aber auch strenge Prüfung durch Regulierer und durch Nutzer, die eine sauberere Timeline wollen.

Xs Größe vergrößert die Wirkung. Öffentliche Schätzungen schwanken, aber aktuelle Berichte zu Werbematerial und Tracking Dritter setzen X bei monatlicher Reichweite von gut einer dreiviertel Milliarde, wobei die tägliche Nutzung deutlich darunter liegt. Dennoch könnten Smart Cashtags ein riesiges Publikum erreichen, verglichen mit den meisten Trading-Apps, weil Smart Cashtags dort sitzen würden, wo Nutzer ohnehin scrollen.

Im Moment ist das Schlüsselsignal das Zusammenspiel: Smart Cashtags für natives Trading plus schärfere Regeln gegen Apps, die Krypto in Spam verwandeln. Wenn X Smart Cashtags liefern kann, ohne jeden Antworten-Thread in eine Werbefläche zu verwandeln, könnte es mehr Mainstream-Nutzer in Aktien und Krypto holen und die Timeline brauchbar halten. Falls es scheitert, könnten Smart Cashtags zu einem weiteren Schlachtfeld im Kampf zwischen offener Krypto-Kultur und Plattformsicherheit werden.

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