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Bitcoin-Blitzer bei Bithumb: Promo-Panne schickt BTC 15 % in den Keller

by Tatjana
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Bithumb hat sich bei seinen Kunden entschuldigt, nachdem ein Auszahlungsfehler während einer Promotion zu einem plötzlichen Aufruhr im Bitcoin-Handel auf der Plattform führte. In einer auf Koreanisch veröffentlichten Mitteilung erklärte die südkoreanische Krypto-Börse, sie sei „aufrichtig für die Unannehmlichkeiten entschuldigt“ und machte „Verwirrung während des Zahlungsprozesses für diese Aktion“ für den Vorfall verantwortlich. Die Börse erklärte, dass während der Auszahlung „eine abnormale Menge Bitcoin an einige Kunden gezahlt wurde“ und dass Verkäufe durch einige dieser Konten zu einer kurzen, scharfen Bewegung des Bitcoin-Preises auf Bithumb führten.

Bithumb erklärte, das Problem sofort durch interne Kontrollmechanismen entdeckt und anschließend schnell gehandelt, um den Handel auf den betroffenen Konten einzuschränken. Bithumb fügte hinzu, dass der Marktpreis innerhalb von etwa fünf Minuten wieder ein normales Niveau erreichte. Man ergänzte, dass das „Domino-Liquidations-Präventionssystem“ wie vorgesehen funktionierte, sodass der anormale Bitcoin-Preis keine Kette von Zwangsliquidationen auslöste. Für Trader ist dieses Detail wichtig, weil schnelle Kursstürze gehebelte Positionen in Liquidation bringen können, was weitere Verkäufe und noch größere Schwankungen erzeugt. Bithumb betonte, dass es diesmal dazu nicht kam.

In derselben Mitteilung unterstrich Bithumb, dass der Vorfall nicht durch einen externen Angriff verursacht wurde. Man erklärte, das Problem habe „keinen Zusammenhang mit externem Hacking oder einem Sicherheitsverstoß“, und es gebe keine Probleme mit der Systemsicherheit oder dem Kundenvermögensmanagement. Bithumb versicherte auch, dass Kundenvermögen sicher seien und Einzahlungen sowie Auszahlungen nach der kurzen Unterbrechung wieder normal funktionierten.

Bithumb teilte nicht mit, wie viel Bitcoin fälschlicherweise versandt oder wie viele Konten es erhielten. Lokalen Berichten zufolge steht der Vorfall jedoch mit einer „Random Box“-Aktion in Zusammenhang. Bei dieser Aktion wollte Bithumb Preise im Wert von bis zu 50.000 Won ausschütten. Berichten zufolge wurde eine Zahlung, die 2.000 Won hätten betragen sollen, für einige Empfänger jedoch als 2.000 BTC behandelt – ein enormer Betrag. Bithumb wurde aufgefordert, die genauen Zahlen zu klären.

Marktseitig zeigte das Bitcoin/Südkoreanischer-Won-Paar auf Bithumb während der Verwirrung einen starken Einbruch, wobei Berichte von einem Rückgang um etwa 15% vor der Erholung sprechen. Einige Nutzer berichteten in sozialen Medien, ihre Bithumb-Konten seien nach den anormalen Einzahlungen und Verkäufen eingefroren worden. Bithumb erklärte, man habe den Handel auf die betreffenden Konten eingeschränkt, um zu reagieren.

Auch die Aufsichtsbehörden reagierten. Berichten zufolge planten die Finanzaufsichtsbehörde Südkoreas (Financial Services Commission und Financial Supervisory Service) eine Untersuchung der Ursache und bezeichneten die Situation angesichts der möglichen Schadenshöhe als ernst. Ein weiterer Bericht spricht von Abhebungen von etwa 3 Milliarden Won nach dem Verkauf der fälschlich gutgeschriebenen Bitcoin. Sollte diese Zahl zutreffen, deutet sie darauf hin, dass zumindest ein Teil der Mittel die Plattform verließ, ehe Kontrollen vollständig griffen.

Der Vorfall kommt zu einem Zeitpunkt, da Südkorea Krypto-Börsen genauer beobachtet. Aktuelle Berichte beschreiben eine zunehmende Überwachung großer Plattformen, darunter Kontrollen, wie Börsen Werbeaktionen durchführen und Handelsbedingungen gegenüber Kunden darstellen. In diesem Umfeld kann ein Bithumb-Promotionfehler zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugen – auch wenn Bithumb betont, es gebe keinen Hack und keinen Verlust von Kundengeldern.

Für Nutzer sind die zentralen Fragen einfach: Was schlug fehl, wer erhielt die fälschlichen Bitcoin und was folgt nun? Bithumb kündigte an, weitere Schritte transparent mitzuteilen und die Verantwortung zu übernehmen, sodass „kein einzelner Kunde“ zu Schaden kommt. Man glaubt, dass keine Kundengelder verloren gingen oder Schäden entstanden, gab jedoch keine vollständige öffentliche Aufstellung aller mit der Auszahlung verbundenen Transaktionen bekannt.

Falsche Einzahlungen sind selten, können aber störend sein, weil Krypto-Handel rund um die Uhr stattfindet und Preise innerhalb von Sekunden reagieren. Wenn der Fehler Bitcoin betrifft, kann sich die Auswirkung binnen weniger Augenblicke durch die Orderbücher ziehen – besonders wenn Empfänger sofort verkaufen wollen. Deshalb konzentrierte sich Bithumb auf seine internen Kontrollen, Handelsbeschränkungen und den Liquidationsschutz. Bithumb ist eine der größten Börsen Südkoreas und ihre Systeme verarbeiten täglich große Volumina an Bitcoin- und Won-Handel.

Nun steht der schwierige Teil bevor: Bithumb muss mit klaren Fakten beweisen, dass der kurze Bitcoin-Kurssturz auf dem eigenen Markt reguläre Trader nicht belastete und dass die Konten-Sperrungen fair gehandhabt wurden. Die Börse erklärte, sie werde weitere Details offenlegen, sobald sie den Ablauf innerhalb des Auszahlungsprozesses klärt. Bis dahin lautet die Botschaft: Es handle sich um einen internen Fehler während einer Bithumb-Aktion, keinen Sicherheitsvorfall, und die Schutzvorkehrungen hätten verhindert, dass ein schlechter Moment zu einer breiteren Liquidationswelle eskaliert.

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