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Krypto-Markt verliert 2 Billionen $ – Trump-Rally komplett radiert

by mei
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Der Krypto-Markt hat seit seinem Hoch Ende 2025 rund 2 Billionen Dollar an Wert verloren und dabei den gesamten Post-Election-Rally, der auf Donald Trumps Sieg folgte, vollständig ausgelöscht. Aktuelle Marktdaten zeigen eine Gesamtmarktkapitalisierung von etwa 2,39 Billionen Dollar – ein deutlicher Abstieg von den knapp 4 Billionen Dollar vor wenigen Monaten. Diese scharfe Korrektur verwandelte den Krypto-Markt von einer Momentum-Geschichte in eine Risikogeschichte: Trader beobachten nun Kurs und Volumen statt Schlagzeilen.

Die Chart-Aussage ist eindeutig: Nach dem kräftigen Hoch Ende 2025 folgte eine Abfolge tieferer Hochpunkte. Solche „lower highs“ signalisieren, dass Käufer bei jedem Rebound an Kraft verlieren. Die Abverkäufe wirken abrupt und tief – Hinweis auf Zwangsliquidationen und mangelndes Vertrauen. Der Markt hat nicht nur abgekühlt, sondern seine Struktur gebrochen und die gesamte Aufwärtsbewegung rückgängig gemacht.

Das Volumen bestätigt das Bild: Bei heftigen Korrekturen steigt das Handelsvolumen während der Kursstürze, weil Leverage-Positionen liquidiert und Short-Term-Halter aussteigen. Bei Erholungen versiegt es, was schwache Nachfrage zeigt – ein klassisches Muster während Des-Hebel-Prozesse. Diese Kombination erklärt, warum der Krypto-Markt kein stabiles Fundament findet.

Die Schwäche ist breit angelegt. Bitcoin, Ethereum, XRP und Solana sind alle gefallen. Zum Redaktionsschluss notiert Bitcoin bei etwa 67.597 $, Ethereum bei 1.953,56 $, XRP bei 1,39 $ und Solana bei 82,71 $. Diese Kurse verdeutlichen, wie sehr sich das Blatt seit den Hochs Ende 2025 gewendet hat. Bitcoin führt zwar weiterhin nach Marktkapitalisierung, doch allein seine Größe reicht nicht, um den Rest des Marktes zu stützen.

Hier schließt sich die zweite Botschaft des Textes an: Der Zyklus ist schwächer als erwartet. In früheren Phasen rechneten viele mit einem starken Bitcoin-Breakout, gefolgt von einer kräftigen Altcoin-Rotation. Diesmal markierte Bitcoin zwar ein neues Allzeithoch bei etwa 126.000 $ – doch das blieb weit unter den 180.000–200.000 $, die viele Trader ins Visier genommen hatten. Fehlt diese Überperformance, bleibt dem Markt meist das Treibstoff, der sonst in Altcoins, NFTs und kleinere DeFi-Projekte fließt.

Das Resultat: ein Krypto-Markt, der in mancher Hinsicht reifer wirkt, aber auch fragiler. Institutionelles Kapital trieb die Rally an, kann aber ebenso schnell wieder abziehen, wenn makroökonomische Risiken steigen. Retail-Trader wiederum wurden mit Copy-Cat-Projekten, schwachen Token-Launches und meme-getriebener Spekulation konfrontiert – Vertrauen geht verloren. Wer mit schlechten Narrativen Geld verliert, rotiert kein Kapital mehr wie in früheren Bullenläufen. Dadurch fehlt dem Markt Tiefe und Nachhaltigkeit.

Die Hinweise auf „Layer-2-Müdigkeit“ und mangelnde Projektqualität passen ins Bild. Endlose neue Token sind nicht nötig, wenn viele davon kaum Nutzen bieten. In einem engeren Umfeld fließt Kapital zu bewährten Netzwerken, realen Usern und funktionierenden Produkten. Innovation ist damit nicht vorbei – sie wird nur strenger bewertet: bessere Technik, bessere Governance, klarere Anwendungsfälle. Projekte, die sich anpassen, könnten den Reset überleben; solche, die nur auf Hype setzen, möglicherweise nicht.

Ein Hoffnungsschimmer: Berichten zufolge hat sich die Bitcoin-Nachfrage erstmals seit drei Monaten wieder positiv entwickelt – ein Hinweis, dass frisches Kaufvolumen das Angebot absorbiert. Das garantiert keine schnelle Erholung, kann aber die Frühphase einer Stabilisierung markieren. In diesem Marktumfeld braucht eine Bodenbildung Zeit: Der Kurs kann seitwärts laufen, während das Volumen abklingt und die Stimmung bleibt gedämpft.

Der Krypto-Markt steht also an einem wichtigen Punkt. Die Rally ist Geschichte, die Risikobereitschaft niedrig, der Chart beschädigt. Doch tiefe Rücksetzer gehörten schon immer dazu. Für Trader und Langfristanleger lautet die entscheidende Frage: Wird dies zu einem langen Reset oder zu einem neuen Setup? Die Antwort dürfte zuerst von Kurs und Volumen kommen – und erst danach von der Stimmung.

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